«Keller Schema»: Darstellung von Applikationslandschaft und Datenflüssen

Die EDV-Systemlandschaft wird immer umfangreicher und komplexer. Die Ansprüche an Datenaustausch unter den Systemen werden höher, und so wurde im Lauf der Zeit eine Vielzahl von Applikationen und Schnittstellen in Betrieb genommen. Auch werden mehr und mehr verschiedene Aussenstellen (externe Bereiche, statistische Ämter, externe Datenquellen) an die Systeme angebunden. Allerdings wird es immer schwieriger, den Überblick über alle Systeme zu bewahren. Es mangelt an einem Werkzeug zur Orientierungshilfe.

Das Problem ist weitläufig bekannt. Als Führungsperson aus informatikfremden Abteilungen kann ich den Umfang einer Veränderung in der Applikationslandschaft nur sehr schwer abschätzen, weil mir der Überblick über die Systemlandschaft fehlt. Als Informatikleiter habe ich den Anspruch, dass das Verständnis für die Komplexität eines Vorhabens aufgebracht werden kann und eine Applikation nicht «einfach so» und rasch abgelöst werden kann.

Wir sind also gefordert, die Wirren der Informatik- Anwendungen aufzulösen und die Datenflüsse und das Zusammenspiel der Applikationen auf möglichst verständliche Weise sichtbar zu machen. Grafische Darstellungen vermögen in der Regel die Anforderungen an Übersicht und Orientierungshilfe am besten zu erfüllen.

Das sogenannte „Keller-Schema“ bietet eine solche Übersicht. Es erlaubt den «Nicht-Informatikern», sich rasch einen Überblick über die eingesetzten Applikationen zu verschaffen. Gleichzeitig dient es dem Informatiker als Instrument zur verständlichen Erklärung der komplexen Applikationslandschaft und ihrer internen und externen Beziehungen seines Hauses.

Das Schema stellt auf verständliche Art die wichtigsten (oder auch alle) Applikationen dar (Applikationsring). Innere Verbindungen zeigen die direkten Schnittstellen und Datenflüsse zwischen den Systemen auf. Der Schnittstellenring verdeutlicht, welche Datenflüsse über die Kommunikationsplattform kontrolliert werden.

Das Schema lässt sich nahezu beliebig ergänzen. So kann ein weiterer Ring bzw. ein Sektor Auskunft darüber geben, welche Applikationen an einem elektronischen Archiv angeschlossen sind. Auch die «elektronischen» Beziehungen zu diversen Aussenstellen können aufgezeigt werden. Im äussersten Ring sind die externen Bezugsstellen bezeichnet. Die Datenflusspfeile und deren Richtung weisen darauf hin, ob es sich um eine externe Datenquelle handelt oder ob die Daten an externe Systeme weitergegeben werden.

Welchen Vorteil bietet Ihnen das „Keller-Schema“? Zur Bestimmung eines Projektumfangs kann das Schema herangezogen werden, damit klar wird, welche Systeme und Schnittstellen betroffen sind (z.B. bei der Ablösung des Administrationssystems). Es kann als Kommunikationsmittel verwendet werden, damit ein Vorhaben in den Kontext mit dem Gesamtsystem gestellt werden kann. Sehr schnell wird das Schema als Orientierungshilfe bei Informatik-Vorhaben dienen, damit klar wird, von welchen Systemen und von welchem Umfang die Rede ist.

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Sinn und Zweck

Dargestellt auf der Grafik werden die Branchen- und Fachgebietsapplikationen sowie deren Komponenten (Funktionen und Module), die in der Unternehmung im Einsatz stehen (Applikationsring).

Ebenfalls dargestellt werden die Verbindungen zwischen den Komponenten, Modulen oder Funktionen der zum Einsatz kommenden Informationssysteme und den Sektoren übergreifenden Zusammenhängen (gegen innen oder gegen aussen).

Ein äusserer Kommunikationsring verdeutlicht, welche Datenflüsse über die Kommunikationsplattform kontrolliert werden. Die inneren Ringe bzw. Sektoren zeigen auf, welche Applikationen an diesen Systemen angeschlossen sind (Sektor nach aussen denken und Schnittmenge bilden).

Vorteile dieser Darstellung

Die Vorteile liegen in der raschen Verständlichkeit der Grafik. Dem Management beispielsweise, aber auch den Anwendern der Informationssysteme kann ein Überblick über die im Einsatz stehenden Informationssysteme vermittelt werden. Auch die Zusammenhänge können mittels dieser Grafik auf verständliche Art und Weise näher gebracht werden.

Damit dient die Grafik dem Informatiker als Instrument, das zur verständlichen Erklärung der bisweilen komplexen Applikationslandschaften und ihrer internen und externen Beziehungen seines Hauses beigezogen werden kann.

Beispiel Einsatzgebiet

Die Grafik kommt bereits heute in verschiedenen Institutionen des Gesundheitswesens zum Einsatz, namentlich in Spitälern, Psychiatrischen Kliniken, Rehabilitationsklinken, aber auch im Bereich von Alters- und Pflegeheimen. Die Grafik eignet sich jedoch grundsätzlich für den Einsatz in allen Branchen.

Die Berner Fachhochschule hat die Grafik teilweise weiterentwickelt und verwendet sie in Unterrichtsstunden.

Bitte nehmen Sie mit uns Kontakt auf, wenn Sie an der Verwendung der Grafik interessiert sind.

Keller Unternehmensberatung AG

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