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"Die neuen Führungsinformationen zeigen uns glasklar wo wir stehen und ob wir uns im Rahmen der Ziele entwickeln"
Anneliese Seiler, designierte Direktorin |
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Ausgangslage
Der Kanton Aargau plant die Einführung einer leistungsorientierten Spitalfinanzierung per 1. Januar 2007. Vor diesem Hintergrund und für die interne Führung der zwei Spitäler an den Standorten Rheinfelden und Laufenburg entschied sich das Gesundheitszentrum Fricktal (GZF) für die Entwicklung und Einführung eines integrierten DRG-basierten Reporting und Controlling. Keller Unternehmensberatung AG leistete in diesem Projekt die fachliche Begleitberatung und leitete das Projekt. Projektziel
Es wurde folgendes Projektziel festgelegt: Es wird ein stufengerechtes und DRG basiertes Controlling- und Reportinginstrument entwickelt. Kennzahlen und Messgrössen sind anhand von aktuellen, verfügbaren Daten berechnet. Allfällige leistungsbereinigte Effizienzunterschiede sind lokalisiert und Verbesserungsmassnahmen entwickelt.
Projektablauf
Phase 1: Kick-off
- Information der Geschäftsleitung und der Kaderärzte in den Themen ‘DRG-Finanzierung’ und ‘Kodierung’; Vorstellen des Projektablaufes
- Kurzanalyse der IST-Situation bestehendes Controlling/Reporting
Phase 2: Konzeption
- Auswahl der Controllingbereiche
Das GZF entschied in folgenden Bereichen Messgrössen und Kennzahlen zu führen: - Leistungen / Finanzen - Prozesse / Qualität - Key-Account-Management - Personal / Innovation / strategische Projekte
- Entwicklung der stufengerechten Kennzahlen/Messgrössen
- Anpassungsarbeiten in der Informatik und Kostenträgerrechnung, so dass die Kennzahlen-Reports monatlich/quartalsmässig erstellt werden können.
Phase 3: Anwendung / Betrieb Medizincontrolling
- Controlling-Team (ÖkonomIn / Arzt/Ärztin / Codierfachperson) betreibt ein periodisches Reporting/Controlling.
Erfahrungen / Nutzen / wichtige Aspekte
- Eine DRG-basierte Portfolio-Analyse ist eine wichtige Grundlage für die strategische Spitalplanung und für eine zukunftsorientierte Ausrichtung des Leistungsangebotes
- CaseMix-bereinigte Effizienzvergleiche zwischen Standorten / Kliniken / Fällen werden lokalisiert; oft emotional geführte Diskussionen über – zu recht oder unrecht – vermutete Effizienzunterschiede werden problemorientierter geführt
- Ein frühzeitiger Einbezug der Chefärzte/Kaderärzte in die Entwicklung der Steuerungsgrössen ist zentral für eine gute Verankerung eines Controlling- und Reportinginstrumentes im Betrieb
- Zeitbedarf für funktionsfähige Umsetzung in Informatik / Leistungserfassung nicht unterschätzen
- Ein Projekt in der vorliegenden Form ist ein effizienter Weg um schnell in der DRG-Umgebung ‚laufen zu lernen’
- Die Fall- und prozessorientierte Betrachtungsweise stellt die Verbesserung des Behandlungsablaufes in den Vordergrund und nicht den Aus- oder Abbau des Stellenplans in der Pflege oder Ärzteschaft.
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