Fachkräftemangel im Gesundheitswesen – kann strategisches HR zum Erfolgsfaktor werden?

Gesundheitsinstitutionen stehen heute vor komplexen personalpolitischen Herausforderungen. Der Fachkräftemangel, steigende Arbeitsbelastungen, zunehmende Ausfälle, Kostendruck sowie unterschiedliche Erwartungen der Generationen erschweren die nachhaltige Sicherstellung von Personalressourcen. Gerade Langzeitinstitutionen sind besonders stark betroffen, da ihre Leistungen personalintensiv sind und die Qualität der Versorgung direkt von der Verfügbarkeit und Qualifikation der Mitarbeitenden abhängt.

Vor diesem Hintergrund hat das Alters- und Pflegeheim Unteres Seetal, Seon, eine umfassende HR-Analyse durchgeführt. Ziel dieser Analyse war es, die bestehende Personalarbeit systematisch zu überprüfen und daraus konkrete Handlungsfelder abzuleiten. Auf Basis der gewonnenen Erkenntnisse sollte eine HR-Strategie entwickelt werden, welche die Institution in den kommenden zwei bis drei Jahren bei der strukturierten Weiterentwicklung der Personalarbeit unterstützt.

Ausgangslage und Zielsetzung der HR-Analyse

Die HR-Abteilung übernimmt in einer Gesundheitsinstitution eine zentrale Rolle. Sie unter-stützt Führungskräfte bei der Gewinnung, Entwicklung und Bindung von Mitarbeitenden und stellt damit eine wichtige Voraussetzung für die Umsetzung der Unternehmensstrategie dar.

Gleichzeitig zeigt sich in vielen Gesundheitsinstitutionen, dass HR historisch gewachsen ist und Strukturen, Prozesse oder Instrumente nicht immer optimal aufeinander abgestimmt sind. Eine systematische Analyse kann helfen, Transparenz zu schaffen und Verbesserungs-möglichkeiten zu identifizieren.

Die HR-Analyse im Alters- und Pflegeheim Unteres Seetal, Seon, verfolgte daher mehrere Ziele:

  • Identifikation von Stärken und Entwicklungspotenzialen im HR-Bereich
  • Klärung von Zuständigkeiten und Rollen
  • Verbesserung von HR-Prozessen und Dienstleistungen
  • Ableitung von Empfehlungen zur Digitalisierung
  • Identifikation von kurzfristig umsetzbaren Verbesserungen (Quick Wins)
  • Schaffung einer fundierten Grundlage für eine HR-Strategie

Vorgehen der HR-Analyse

Die Analyse wurde ganzheitlich angelegt und betrachtete mehrere zentrale Dimensionen der Personalarbeit.

  • Organisation: Analyse der Aufbauorganisation des HR-Bereichs, insbesondere Rollen, Zuständigkeiten und Schnittstellen
  • Dienstleistungen: Prüfung der angebotenen HR-Dienstleistungen und deren Wahrnehmung durch Führungskräfte und Mitarbeitende
  • Prozesse: Untersuchung zentraler HR-Prozesse wie Rekrutierung, Eintritt, Personaladministration oder Personalentwicklung
  • Instrumente: Überprüfung bestehender HR-Instrumente und digitaler Anwendungen.
  • Kompetenzen: Analyse der vorhandenen und zukünftig benötigten Kompetenzen innerhalb der HR-Abteilung

Diese strukturierte Betrachtung ermöglichte ein umfassendes Bild der aktuellen HR-Arbeit und machte konkrete Verbesserungspotenziale sichtbar.

Ergebnisse der Analyse

Die Analyse zeigte, dass viele HR-Aufgaben engagiert und mit hoher Fachlichkeit wahrgenommen werden. Gleichzeitig wurde deutlich, dass aufgrund der steigenden Anforderungen im Gesundheitswesen eine stärkere strategische Ausrichtung notwendig ist. Darüber hinaus konnten auch sogenannte Quick Wins definiert werden – Massnahmen, die mit überschaubarem Aufwand kurzfristig Verbesserungen ermöglichen.

Warum eine HR-Strategie wichtig ist

Auf Basis der Analyse entschied sich das Alters- und Pflegeheim Unteres Seetal, Seon, gemeinsam als Geschäftsleitung eine HR-Strategie zu erarbeiten.

Eine HR-Strategie schafft Orientierung und Prioritäten für die Personalarbeit über einen Zeitraum von zwei bis drei Jahren. Sie hilft dabei, Projekte und Massnahmen strukturiert zu planen und umzusetzen.

Wichtig ist dabei: Die HR-Strategie ist keine Inselstrategie, sondern ein integraler Bestandteil der Unternehmensstrategie und leitet sich direkt von dieser ab.

Gerade im Gesundheitswesen wird deutlich: Ohne ausreichend qualifiziertes Personal können weder Qualität noch Versorgung sichergestellt werden. Damit besteht auch Klarheit, dass eine Unternehmensstrategie ohne Personal nicht wirksam umgesetzt werden kann.

Zentrale Inhalte der HR-Strategie

Inhaltlich konzentriert sich eine HR-Strategie im Kern auf drei zentrale Fragen:

  • Gewinnung: Welche Fachpersonen benötigt die Organisation künftig und wie können diese erfolgreich rekrutiert werden?
  • Erhaltung: Wie können Mitarbeitende langfristig im Unternehmen gehalten werden und unter guten Arbeitsbedingungen tätig sein?
  • Entwicklung: Wie können Kompetenzen weiterentwickelt werden, um zukünftige Anforderungen zu erfüllen?

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Gesundheit der Mitarbeitenden, insbesondere in einem Umfeld mit hoher Arbeitsbelastung.

Der strukturelle Fachkräftemangel kann durch eine Strategie nicht vollständig gelöst werden. Eine HR-Strategie hilft jedoch, mit diesem Mangel möglichst gut umzugehen.

Entwicklung der HR-Strategie im Workshop

Die HR-Strategie wurde gemeinsam mit der Geschäftsleitung in einem Workshop entwickelt. Grundlage bildeten die Ergebnisse der HR-Analyse.

Im Workshop wurden zunächst Vision und Mission der Personalarbeit reflektiert. Anschliessend wurden strategische Handlungsfelder und Ziele definiert. Darauf aufbauend wurden konkrete Massnahmen formuliert und für einen Zeitraum von zwei bis drei Jahren geplant. Dieser zeitliche Horizont ermöglicht eine realistische Umsetzung und verhindert, dass zu viele Projekte gleichzeitig gestartet werden.

Fazit

Die Kombination aus HR-Analyse und HR-Strategie bietet Gesundheitsinstitutionen eine solide Grundlage für die Weiterentwicklung ihrer Personalarbeit.

Die Analyse schafft Transparenz über bestehende Strukturen, Prozesse und Kompetenzen. Die darauf aufbauende HR-Strategie ermöglicht eine strukturierte und priorisierte Umsetzung der wichtigsten Themen.

Letztlich gilt: Ohne qualifizierte und motivierte Mitarbeitende können weder Qualität noch Versorgung sichergestellt werden. Eine klare HR-Strategie ist daher ein zentraler Erfolgsfaktor für die Zukunft von Gesundheitsinstitutionen.

«Durch die Analyse und der darauf aufgebauten Strategie konnten wir klare Prioritäten und kurzfristige Verbesserungen definieren, damit unser HR für die Zukunft gut aufgestellt ist.» – Yvonne Rohr, Geschäftsleitung

«Die Analyse hat uns aufgezeigt in welchen Bereichen wir Entwicklungspotential haben und hat uns Handlungsfelder empfohlen.» – David Bäumlin, Leiter Verwaltung

Keller Unternehmensberatung AG

Unsere Beraterinnen und Berater verfügen alle über eine qualifizierte Aus- und Weiterbildung sowie eigene Branchenerfahrung. Zahlreiche Projekte und Beratungsaufträge entwickeln unser Know-how und unsere Kompetenz kontinuierlich weiter. Wir verfolgen zudem die Entwicklungen der Branche, um frühzeitig neue Trends und Anforderungen aufnehmen zu können.

Qualität für unsere Kunden

Die Zufriedenheit unserer Kunden ist unser oberstes Ziel. Wir legen Wert auf eine hohe Qualität unserer Beratungsleistungen und Produkte. Unsere Firma ist seit über 10 Jahren ISO-zertifiziert und arbeitet ständig daran, ihre Prozesse und Beratungsleistungen weiter zu verbessern.

Unternehmensstrategie systematisch gestalten

Die Erarbeitung einer nachhaltigen Strategie ist unabdingbar, wenn sich das Unternehmen nicht zufallsgetrieben entwickeln soll. Eine transparente Ausgangslage, ergänzt z.B. durch eine Einschätzung durch die VR- und GL-Mitglieder mit einer Online-Umfrage, bildet die Basis für die folgende kreative Entwicklungsarbeit.

Wirkungsvolle Unternehmenssteuerung

Die Etablierung eines zeitgemässen Budgetprozesses, der Aufbau eines etwas bewegendes Controllings und Reportings gehören zu den Basisinstrumenten der finanziellen Führung. Verschiedene anerkannte Instrumente, wie zum Beispiel REKOLE® bei den Spitälern und Kliniken, werden aber nach wie vor ungenügend genutzt. Warum?

Messen Sie sich mit den Besten

Die Keller Unternehmensberatung AG verfügt über vielfältige Erfahrungen im Benchmarking von Spitälern, Kliniken, Psychiatrien sowie Alters- und Pflegezentren. Die Benchmarks beinhalten vielfach umfassende Leistungs-, Kosten- und Ressourcenkennzahlen und erlauben, sich und seinen eigenen Betrieb sehr schnell zu positionieren. Mit HEBES Heim-Benchmarking Schweiz steht eine moderne Internet-Lösung zur Verfügung.

Machen Sie die Prozesse schlank und sicher

Die erfolgreiche Optimierung der Prozesse scheitert nicht an der Wahl der Managementmethode. Wichtiger sind: Engagement des Managements, Zielklarheit, verbindliche Verantwortlichkeiten, echte Verfügbarkeit der Schlüsselpersonen, konstruktive Kooperation zwischen den Bereichen, eine gute Kommunikation, Einbezug der Betroffenen, professioneller Einsatz von Instrumenten zur Prozessanalyse und das konsequente Messen der Resultate.

ICT-Strategie entwickeln und umsetzen

Mit einer Abstützung der ICT-Strategie auf die Unternehmensstrategie stellen Sie sicher, dass die Mittel wirkungsvoll und auf das Business ausgerichtet eingesetzt werden. Die Strategie legt den Grundstein für die zu realisierenden Weiterentwicklungen, neue Projekte oder Optimierung der Infrastruktur.

Projekt- und Projektportfolio-Management

Projekte sauber strukturiert abzuwickeln bedingt Erfahrungen im Projektmanagement. Voraus geht immer die Erarbeitung eines klaren, verbindlichen Projektauftrages (Projektcharter). Unsere Berater verfügen über hohe Kompetenzen im Projektmanagement und Projektcontrolling, nicht nur von ICT-Projekten.

Qualität ist unser Credo

Datenschutz-Übersicht

Diese Website verwendet Cookies, damit wir Ihnen die bestmögliche Benutzererfahrung bieten können. Cookie-Informationen werden in Ihrem Browser gespeichert und führen Funktionen aus, wie das Wiedererkennen von Ihnen, wenn Sie auf unsere Website zurückkehren. Cookies helfen unserem Team zu verstehen, welche Abschnitte der Website für Sie am interessantesten und nützlichsten sind. Mehr Informationen in unseren Datenschutzbestimmungen

Unbedingt notwendige Cookies

Unbedingt notwendige Cookies sollten jederzeit aktiviert sein, damit wir Ihre Einstellungen für die Cookie-Einstellungen speichern können.

Drittanbieter-Cookies

Diese Website verwendet Google Analytics, um anonyme Informationen wie die Anzahl der Besucher der Website und die beliebtesten Seiten zu sammeln.

Diese Webseite verwendet tawk.to, damit die Webseitenbesucher mit uns in Kontakt treten können. Der Webseitenbesucher können entscheiden, ob diese persönliche Daten preisgeben.

Diese Webseite verwendet eine LinkedIn-Integration, um anonyme Informationen wie die Anzahl der Besucher der Website und die beliebtesten Seiten zu sammeln.

Diesen Cookie aktiviert zu lassen, hilft uns, unsere Website zu verbessern.