Ein personeller Wechsel in der Controlling-Abteilung war Auslöserfür die Auftragserteilung zur Begleitung im Prozess derjährlichen Berichterstattung, zur Sicherstellung des Know-how-Transfers sowie für die Vorbereitungen der Einführung eines neuen ERP.
Im Frühjahr 2025 durfte Dieter Schwarzer, Berater der Keller Unternehmensberatung AG, zusammen mit der Controlling-Abteilung die jährliche Berichterstattung für die Spitäler und Pflegezentren an den Standorten Basel und Riehen unterstützen.
Die Durchführung der Kostenrechnung wurde vorbereitend durch die Adullam auf Basis des revidierten Jahresabschlusses sichergestellt. Darauf aufbauend wurden die benötigten Statistiken mit Hilfe von BI-basierten Berichten rund um die Kosten- und Kostenträgerrechnung aufbereitet, plausibilisiert und übermittelt. Im Fokus standen dabei das ITAR_K sowie die BfS-Krankenhausstatistik für die Spitäler sowie die BfS SOMEDStatistiken mit den Kostenrechnungen nach ARTISET für die Pflegezentren. Daneben durften wir auch bei der Datenaufbereitung für den Verein Spitalbenchmark sowie in der Berichterstattung zu Handen der Kantone beider Basel mitwirken.
Mittels praxisorientierter Schulungen entlang der Aufbereitungen konnte parallel zu den Arbeiten ein effektiver Know-how-Transfer an das Controlling sichergestellt werden. Zudem wurden die Aufbereitungen nachvollziehbar dokumentiert, sodass die Datenaufbereitung im Folgejahr selbstständig durch die Adullam möglich sein wird.
Weitere Optimierungen wurden im Laufe der Unterstützungsbegleitung auch in anderen Bereichen erreicht. Beispielsweise wurde in Zusammenarbeit mit dem CFO, Gilles Hirt, ein Vorschlag für eine optimierte Liquiditätsplanung erarbeitet. Diese konnte zwischenzeitlich in die monatliche Berichterstattung integriert werden.
Vorbereitend für die Einführung eines neuen ERP per 1. Januar 2026 wurde der Aufbau der Kostenstellenstruktur auf die Bedürfnisse der Spitäler und der Pflegezentren abgestimmt. Dies erfolgte unter Berücksichtigung der REKOLE®-Anforderungen.
In Zusammenarbeit mit dem Team wurden verschiedene Vorbereitungen für die Erstellung der Kostenrechnung 2025 aufgegleist. Es ist ferner geplant, im Rahmen der Unterstützungsarbeiten erkannte Verbesserungspotenziale während der weiterführenden Unterstützung bei der Vorbereitung der Kostenrechnung 2025 zu implementieren.

Interview mit Gilles Hirt,
CFO der Adullam Spitäler und Pflegezentren
Herr Hirt, was waren für Sie die Gründe, dass Sie externe Unterstützung für den Bereich Controlling beigezogen hatten?
Es standen einige Arbeiten zur Weiterentwicklung des Bereiches an. Aufgrund von Personalabgängen war deshalb aus Ressourcengründen Unterstützung per se notwendig. Aufgrund der Komplexität der Stiftung, insbesondere im Bereich der Kostenrechnung, welche unter einem Dach Akutsomatik, Rehabilitation und Pflegezentren sowie auch ambulante Leistungen vereint, war ein externer SparringPartner sinnvoll. Damit konnte vermieden werden, dass dank eines unabhängigen Aussenblicks keine «betriebsblinden» Entscheidungen getroffen wurden.
Wo stehen Sie derzeit mit Blick auf die Einführung des neuen ERP und was waren aus Ihrer Sicht bis jetzt die grössten Herausforderungen?
Wir stehen kurz vor dem Go-live! Am 1.1.2026 werden wir das System produktiv schalten. Die involvierten Mitarbeitenden der Adullam Stiftung haben viel Energie und Know-how eingebracht, um den Wechsel des Systems als Chance zu nehmen. Viele Weiterentwicklungen, welche man auf den Start des neuen ERPs vertagte, wurden nun angepackt. Dazu gehören unter anderem die Überarbeitung der Kostenstellenstruktur und damit die Verbesserung der Reporting-Möglichkeiten. Weiter wird eine weitgehende Automatisierung von aufwändigen Datenlieferungen (z.B. SpiGes) angestrebt.
Sie werden die Zertifizierung von REKOLE® im 2026 erneuern. Was ist Ihrerseits hierfür noch offen und welche Schritte sind diesbezüglich geplant?
Insbesondere warfür die gewachsene Adullam Stiftung die Überarbeitung der Kostenstellenstruktur notwendig, für die uns die Keller Unternehmensberatung unterstützt hat. Zurzeit sind wir an der Überarbeitung der Bezugsgrössen. Mittelfristig möchten wir die Kostenrechnung periodisch durchführen, um Deckungsgrade der verschiedenen Geschäftsfelder zu ermitteln. Diese Schritte sind zurzeit im Aufbau.